Schulcaches selbst erstellen


Einen eigenen Schulcache zu erstellen erfordert einiges an Planung und Vorbereitung. Um sich mit der Thematik besser vertraut zu machen, empfiehlt es sich zunächst selbst einige Geocaches zu suchen. Dabei lassen sich neben der Erfahrung im Umgang mit dem GPS Gerät auch sehr gute Ideen für Verstecke oder Aufgaben sammeln. Weiterhin sollten Sie zunächst mit dem Legen einfacher Traditionals beginnen, bevor Sie sich an eine größere Cache-Runde wagen.
 

Leitfaden und Tipps zur praktischen Umsetzung


Folgende Punkte geben einen kleinen Überblick über die wichtigsten Bereiche, die bei der Vorbereitung zum Legen eines Caches beachtet werden sollten.
An der beigefügten Checkliste können Sie sich beim Legen ihres ersten Caches orientieren.

 

Geräteumgang

Weisen Sie die Schüler am besten in der Schule in den Umgang mit den GPS Geräten ein. Mindestens das Auswählen und Ansteuern eines Wegpunktes sollte sicher beherrscht werden.

 

 

Regelwerk zum Verhalten während des Cachens

Weisen Sie die Schüler auf folgende Punkte hin. Da die Schüler ggf. unbeaufsichtigt unterwegs sind, sollten Sie sich auf ein verantwortliches Verhalten der Schüler verlassen können.

 

 

Gruppengröße und Begleitpersonen

Überlegen Sie, in welcher Konstellation (einzeln, in Gruppen, als Klasse) die Schüler den Cache suchen sollen. Davon abhängig sind die Anzahl der benötigten GPS Geräte sowie evtl. der Bedarf an Begeleitpersonen.

 

 

Behälter und Inhalt

Als Behälter für Aufgabenzettel eignen sich Filmdöschen. Sie sind relativ wasserfest und in jedem Fotoladen als Abfallprodukt erhältlich. Die Aufgabenzettel werden am besten laminiert, so sind sie zusätzlich vor Feuchtigkeit geschützt. Für etwas mehr Inhalt eignen sich Tupperdosen in unterschiedlicher Größe.
Wichtig: Alle Behälter sollten mit einem Kleber oder einem beiliegenden Hinweiszettel versehen werden aus dem ersichtlich wird, dass es sich nicht um Müll handelt.
Wenn die Dose länger als einen Tag versteckt ist, sollte sie keine Lebensmittel beinhalten. Tiere könnten sie aufspüren und beschädigen oder verschleppen.

 

 

Verstecke, Spoilerfoto und Hinweise

Als Versteck eignen sich beispielsweise Baumhöhlen, Wurzeln oder Hohlräume in einer Mauer. Der Behälter sollte in seinem Versteck möglichst befestigt sein (eingeklemmt, festgebunden) damit er auch am Tag der Schatzsuche noch vorhanden ist. Ein sog. Spoilerfoto vom Versteck kann einer Begleitperson oder evtl. auch den Schülern als Hinweis auf das Versteck dienen.

Denken Sie beim Verstecken daran, dass die Koordinaten des Versteckes beispielsweise in einem Wald oder in der Nähe hoher Gebäude ungenau sein können. Hier bietet es sich an einen zusätzlichen Hinweis zum Versteck zu geben (z.B. in einer Wurzel). Dieser Hinweis kann zusätzlich mit einem einfachen Substitutionsalgorithmus verschlüsselt werden um nicht von Beginn an zur Suche genutzt zu werden. Der Hinweis „Wurzel“ wird so zu „Jhemry“.
 

Substitutionsalgorithmus
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z

 

 

Aufgaben

Die Aufgaben können einen fachlichen Hintergrund haben (z.B. eine Matheaufgabe), sich auf örtliche Gegebenheiten beziehen (z.B. Wie viele Bänke stehen an diesem See?) oder Logik- und Knobelaufgaben sein. Je nach Vorkenntnissen der Schüler im Umgang mit den GPS Geräten gibt es unterschiedliche Aufgabentypen die ein Weiterkommen von Station zu Station ermöglichen.
 

 

Final und Inhalt

Je nach Inhalt könnten sich Probleme ergeben, wenn viele Schüler nacheinander denselben Final finden sollen. Belohnungen wie Süßigkeiten oder kleine Gegenstände könnten von den ersten Findern „geplündert“ werden. In diesem Falle eigenen sich beispielsweise mit den Namen der Schüler versehene Urkunden oder ein Stempel mit dem der Schüler seinen Fund in einem mitgebrachten Logbuch bestätigen kann. Eine weitere Belohung kann ja trotzdem beim Vorzeigen der Urkunde oder des Stempels erfolgen.
Variation: Jede Schülergruppe findet nur einen Teil der Finalkoordinaten heraus. Der Final selbst kann nur durch Zusammenarbeiten ALLER Schüler gefunden werden. Außerdem wird der Final auf diese Weise erst dann gefunden, wenn alle Schüler vor Ort sind.

 

 

Ankerpunkte bei längeren Cache-Runden

Wenn die Schüler alleine unterwegs sind, ist es möglich, dass Stages oder Wegpunkte nicht gefunden oder übersehen werden. Hier bietet es sich an, im Voraus in jedem GPS Gerät einen Ankerpunkt (Treffpunkt) einzuspeichern, der zum Schluss oder bei Orientierungslosigkeit angesteuert werden kann.

 


Laufzettel

Erstellen Sie am besten einen Laufzettel, auf dem Sie alle Stationen mit Koordinaten, Aufgaben, Lösungen etc. vermerken. Das erleichtert Ihnen das Legen der Caches und Sie behalten den Überblick.
 

Icon für DownloadBeispiel für Laufzettel

 

Eine Zweite Variante dieses Laufzettels (ohne Lösungen) können Sie dann den Schülern mit an die Hand geben. Darauf können beispielsweise folgende Informationen enthalten sein.

 

 

 Caches übernehmen


weiterführende Links

 

Checkliste zum Legen eines Caches mit mehreren Stationen